Hamburg_Gruene_Metropole_Aktuelles
Hamburg_Gruene_Metropole_Projekte
Hamburg_Gruene_Metropole_Verein
Hamburg_Gruene_Metropole_Kontakt
Hamburg_Gruene_Metropole_Impressum

 

 
Hamburg_Gruene_Metropole_am_Wasser

PROJEKT KANALISIERTE ALSTER ZWISCHEN WINTERHUDE UND OHLSDORF

Neben der Elbe ist die Alster das prägende Gewässer der Hansestadt – so ist es nur folgerichtig, wenn sich der Verein „Hamburg – Grüne Metropole am Wasser" nach dem „Hohen Elbufer“ dem kanalisierten Abschnitt der Alster zuwendet. Die Alster zwischen Winterhude und Ohlsdorf bietet sich aufgrund ihrer Lage in urban geprägten und gartenarchitektonisch gestalteten Bereichen der Stadt an. Sie zeichnet sich durch bedeutende städtebauliche Interventionen zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus.

Die Planung zur Kanalisierung des Alsterabschnitts zwischen Kuhmühlenbrücke und Ohlsdorfer Schleuse gehen im Wesentlichen auf die Ingenieure Franz Andreas Meyer und Ferdinand Sperber sowie auf den Leiter des Hochbauwesens Fritz Schumacher zurück. Viele der begleitenden Grünanlagen sind von Hamburgs erstem Gartendirektor Linne gestaltet. Der erste Spatenstich erfolgte im Mai 1914. Den großartigen Planern entsprechend, reihen sich an diesem Alsterabschnitt interessante Bauten und Grünflächen aus über 100 Jahren.

ALSTERFAHRT 2013 – 2015

Der Beitrag des Vereins zum Stadtparkjubiläum 2014 war die Annäherung an den Stadtpark über das Kanalsystem der Alster. Dazu wurde ein Alsterdampfer gechartert. Während der Fahrt über die Außenalster, den Osterbekkanal und den Stichkanal in den Stadtparksee berichteten die Referenten Frau Dr. Katrin Schmersahl als Kunsthistorikerin, Herr Dr. Thomas Palaschewski von der Schumachergesellschaft als Architekt und Herr Dr. Jens Beck als Mitarbeiter des Denkmalschutzamtes Hamburg über die Zusammenarbeit von Oberbaudirektor Fritz Schumacher mit seinem Gartendirektor Otto Linne und dem diese inspirierenden Kunsthallendirektor Alfred Lichtwark.

Schon bei der Zufahrt über den Osterbekkanal wurde deutlich, wie sehr hier Stadtlandschaft und Stadtentwicklung als Gesamtkunstwerk von dieser Zusammenarbeit geprägt sind, was sich u.a. in den Ufermauern und den Brückengestaltungen ausdrückt. Auch die ufernahen Bebauungen, Straßen und Wohnanlagen, wurden in das Gestaltungskonzept einbezogen.



 


Diese Eindrücke wurden auf der Rückfahrt durch einen Abstecher auf dem Goldbekkanal und der kanalisierten Alster in Winterhude vertieft, wo noch deutlichste Spuren des Wirkens von Schumachers abzulesen sind. Am Stadtparksee waren aber auch Mängel zu beklagen. So ist die für die mittlere Achse wichtige Kaskade nicht wieder hergestellt. Auch das Fehlen der kriegszerstörten Stadthalle bedeutet eine empfindliche Lücke im ursprünglichen Milieu.

Auf der Rückfahrt durch den Alsterkanal zeigten sich unschöne Brüche in der Ufergestaltung der privaten Gärten, indem die überlieferten Ufermauern auf Privatgrund an der Westseite aus Kostengründen zum Teil durch einfache Steinschüttungen ersetzt worden sind. Leider meint das Denkmalschutzamt bisher hier keine Einflussmöglichkeiten zu haben.

Für das Jahr 2016 planen wir die Alsterfahrt zu wiederholen.

Die Alsterfahrt ist uns deshalb sehr wichtig, weil wir der Meinung sind, dass der stadtlandschaftliche Wert, insbesondere der kanalisiertem Alster nördlich der Krugkoppelbrücke bis Ohlsdorf, als städtebauliches Kulturgut viel zur gering in der Öffentlichkeit verankert ist. Die künstlerischen Gedanken und Leistungen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts der Planer Fritz Schumacher, Alfred Lichtwark und Otto Linne verdienen eine gesteigerte Aufmerksamkeit, um mögliche Weiterentwicklungen der angrenzenden Stadtgebiete und Uferzonen in sachgerechte Bahnen zu lenken. Auch gilt es, schon vorhandene Fehlentwicklungen aufzuzeigen und zukünftige zu verhindern.

Den Termin für die Schiffsfahrt finden Sie auf unserem Flyer, der hier zum Herunterladen bereit steht.